Gauland sei Dank

Die Posse um und mit Jerômé Boateng mit freundlicher „Unterstützung“ von AFD-Vize Gauland geht in die 2. Runde. Nun erhält er (nein… nicht Gauland, sondern der Nachbar) den Moses-Mendellson-Preis des Landes Berlin für seine „Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und zwischen den Völkern und Religionen“

Auf der Internet-Präsenz der Stadt Berlin steht zu lesen, welche Vorraussetzungen erfüllt sein müssen:

Ausgezeichnet wird jeweils eine Persönlichkeit, Gruppe oder Institution, die sich durch ihr Wirken auf geistig-literarischem oder religiös-philosophischem Gebiet oder durch praktische Sozial- und/oder Kulturarbeit um die Verwirklichung der Toleranz verdient gemacht hat.

Ohne Herrn Boateng zu Nahe treten zu wollen, glaube ich, können wir „geistig-literarisch“, „religiös-philosophisch“, sowie „Kulturarbeit“ als Auswahlkriterium ausschließen. Bleibt… wenn man beide Augen und die Hühneraugen zudrückt, „praktische Sozialarbeit“ übrig.

Wie man sich diese „praktische Sozialarbeit“ eines hochdotierten und vielbeschäftigten Fußballprofis vorzustellen hat, wurde bereits bildhaft belegt.

Als ob dieses ganze Schmierentheater nicht schon peinlich genug wäre, findet man unter den Preisträgern des Preises zur „Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und zwischen den Völkern und Religionen“ auch „IM Victoria“. Kennen Sie nicht? Heißt mit Klarnamen Anetta Kahane und ist die Gründerin und Vorstandsvorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung. Eine mit Steuergeldern finanzierte Stiftung, die dass neue Denunziantentum in Deutschland unterstützt und befördert.

Welche der beschriebenen Voraussetzungen zur Erlangung des Moses-Mendellson-Preises Frau Kahane erfüllt hat, darüber möchte ich erst gar nicht nachdenken.

Wagner beleidigt Boateng

Nein, nicht das was Sie jetzt denken. Ich kann einen Jérôme Boateng schon alleine aus monetären Gründen nicht zum Nachbarn haben, deswegen stellt sich mir diese Frage (anders als die FAZ, Herrn Gauland) erst gar nicht. 

Schade, dass Herr Boateng nicht in unserem gemütlichen Kleinstädtchen Diez beheimatet ist. Wie die FAS „recherchiert“ hat, lässt Herr Boateng schon einmal gerne seinen Fuhrpark an nahe gelegenen Tankstellen reparieren. Bei dieser Gelegenheit wäre man sich sicher schon einmal über den Weg gelaufen.

Was also musste passieren, damit ich einen Jérôme Boateng, den ich weder als Nachbar habe, noch persönlich kenne, beleidigt haben kann. Facebook macht’s möglich. Dort habe ich das eingestellte Foto eines Freundes kommentiert.

Dummerweise habe ich mich nicht an die political-correctness-richtige Schreibweise gehalten und das pööse, pööse Wort Neger gebraucht. 

Ob mich nun irgendein politisch korrektes denunziatorisches Arschloch bei Facebook gemeldet hat, oder ob die Algorithmen von Herrn Zuckerberg darauf angesprungen sind, ist eigentlich nebensächlich.

Wichtiger scheint mir zu sein, in welcher Welt leben wir eigentlich, wenn es in der Hand einiger weniger liegt, welcher Sprache wir uns bedienen dürfen?

Der zahreichere Teil der Menschheit läßt sich gerne andere über seine Begriffe die Vormundschaft führen und geschieht es, daß sich höhere Bedürfnisse in ihm regen, so ergreift er mit durstigem Glauben die Formeln, welche der Staat und das Priestertum für diesen Fall in Bereitschaft hat. © Friedrich von Schiller

Ach ja, Facebook sah sich veranlasst eine 24-stündige Kommunikationssperre auszusprechen. Da ich schon von Kindesbeinen an, eine starke Abneigung gegen maßregelnde pädagogische Eingriffe habe die mein Recht auf Selbstbestimmung einschränken, wird auch diese Maßnahme ins Leere laufen.